Tag der Bundeswehr 2017 in Aachen: keine Rekrutierungserfolge am Markt

Mit vollem Einsatz haben die Vertreter der von der Bundeswehr engagierten Consultingfirma „Mission for Victory“  für Bundeswehr-Frischfleisch geworben – Fehlanzeige. Nachstehend Eindrücke des Geschehens am Markt:

IMG_20170610_123915
Auch der eigens engagierte „Rattenfänger von Hameln“ samt Trommler konnte keine nennenswerten Erfolge bei der Rektutierung von Frischfleisch für die Bundeswehr erzielen.

Hier die Rede des unvergleichlichen Huley Schmitz von den „Unbelehrbaren“: Frieden ist für Deutschland kein Geschäftsmodell!“

markt2.PNG
„Die Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung“

Während also am Markt die Unbelehrbaren ihr Unwesen trieben, gab es vor der Aachener Lützow-Kaserne viel Proteste, von der DFG-VK

Vom Antikriegsbündnis Aachen und dem Aachener Friedenspreis:

mit14
Frühzeitig die Kriegsbegeisterung wecken! Mit 14 ins Praktikum zur BW

Eindrücke von der Lützowkaserne im Folgenden:

vvn

Tag der Bundeswehr 10. Juni 2017Ein Besuch der Lützow-Kaserne in Aachen

Veröffentlicht auf r-mediabase.euIn

16 Städten der Bundesrepublik hat die Bundeswehr zu einem „Tag der Bundeswehr“ eingeladen.Die Waffenschauen der Bundesrepublik haben Tradition, bereits im „Kalten Krieg“ dienten sie demZiel, der Bevölkerung mit faszinierender (Kriegs-)Technik eine zustimmende Haltungabzugewinnen. Im Mittelpunkt des diesjährigen „Tag der Bundeswehr“ stand eindeutig der Versuch,die Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und der Jugend „sichere“ Ausbildungs- undArbeitsplätze anzubieten.Die Bundesregierung ist unter der Führung ihrer Kriegsministerin dabei, die Personalzahl zuerhöhen. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2016 stieg der Zahl der Soldatinnen und Soldaten von166.500 auf 168.300, bis 2023 sollen weitere rund 7.000 Dienstposten für Soldatinnen und Soldatensowie rund 4.400 Haushaltsstellen für zivile Beschäftigte hinzukommen. Dabei soll derPersonalkörper „atmen“, also bei Bedarf darüber hinaus vergrößert werden.Diese Ziele kontrastieren mit der Ablehnung von Kriegseinsätzen der Bundeswehr und ihresAufrüstungsprogramms hin zu 2% des jährlichen Bruttosozialproduktes. Mehrheiten derBevölkerung lehnen diese Kriegs- und Hochrüstungspolitik ab.Dem versucht die Kriegsministerin nun gegenzusteuern. Eine groß angelegte Werbekampagne wirbtseit einigen Jahren auf Plakatwänden und in Zeitungsanzeigen für Karriere in der Bundeswehr undsie versucht in Schulklassen für Nachwuchs zu werben. Und nun mit dem „Tag der Bundeswehr“am 10.6.2017, u.a. in Aachen in der Lützow-Kaserne.Dieser Standort ist nicht zufällig ausgewählt. Die Lützow-Kaserne gehört zu dem„Ausbildungszentrum Technik Landsysteme“. Hier erfolgt die Ausbildung aller Soldaten des Heereszur Instandhaltung und Materialerhaltung der hochmodernen Waffentechnik. 15 derzeitigeAuslandseinsätze der Bundeswehr mit ca. 3.355 Soldatinnen und Soldaten stellen sehrunterschiedliche Anforderungen an die Kriegstechnik, im Aachener „Ausbildungszentrum TechnikLandsysteme“ werden diese Anforderungen ermittelt und vermittelt. Und mit denRüstungskonzernen kommuniziert, woraus ergibt sich auch die zweite große Aufgabe diesesAusbildungszentrum ergibt, die Einsatzprüfung der gesamten Heerestechnik von derAnschaffungsphase bis zum Kampfeinsatz.

eindruecke

Damit haben die Aachener Kasernen eine zentraleStellung als Bestandteil einer Inverventionsarmee eingenommen.Die Ausrichtung der Bundeswehr auf internationale Kriegs- und Interventionseinsätze sowie derVersuch, die Jugend zum Töten und Sterben zu gewinnen, hat Proteste der Friedensbewegunghervorgerufen.

zynischesplakat

Die „Deutsche Friedensgesellschaft / Vereinigte Kriegsgegner (DFG/VK) NRW“hatte zu Protesten aufgerufen, einige örtliche Gruppen wie die VVN/BdA oder die „Unbelehrbaren“beteiligten sich.Trotz der erfolgreichen Proteste muss auch festgehalten werden, dass der größte Teil der Besucherder Waffenschau dieser unkritisch gegenüber standen und sich von PS-Zahlen, Lautstärke undmilitärischem Auftreten durchaus einnehmen ließen.

Detlef Peikert, 11. Juni 2017

Kein Werben für’s Sterben! Protest auch in Aachen gegen die Bundeswehrpropagandaschau am 10.6.2017

Protest gegen den „Tag der Bundeswehr“: Satire-Event der „Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung“ am Samstag, 10.6.2017 am Markt in Aachen. Beginn 11 Uhr. Es treten auf: Der Rattenfänger von Hameln, Die Bundeswehr-Consultants von „Mission for Victory“. KEIN WERBEN FÜRS STERBEN!

kriegsbegeisterung_wecken.png

Gigantische Steigerung der Rüstungsausgaben sind geplant – ein Wahnsinn!

so_loesen_wir_altersarmut

 

Deutschland will auch militärisch wieder Großmacht werden: Europäische Interventionsarmee unter deutscher Führung  im EU-Mäntelchen.

euarmy.png