Auftritt der Agentur „Mission for Victory®“ am Antikriegstag 2017

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Wir dokumentieren nachstehend die Rede des unvergleichlichen Huley Schmitz, gehalten in Aachen am 1.September 2017 auf der Antikriegskundgebung des DGB:

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit. Wir sind die Rekrutierungs-Agentur MISSION FOR VICTORY®.

Unsere Aufgabe ist es, neues Personal für die weltweiten Einsätze unseres Bundeswehr-Unternehmens anzuwerben. Damit hat uns das deutsche Kriegsministerium in Berlin beauftragt.

Wie Sie wissen, ist die Bundeswehr keine rein staatliche Einrichtung. Auch dient sie schon lange nicht mehr der Landesverteidigung. Sie ist ein modernes Kriegsführungsunternehmen. Dazu bedient sich die Bundeswehr auch staatlich-privater Kooperationen. Und wir von Mission for Victory®sind ein besonders herausragender privater Kontraktnehmer. Wir dienen der deutschen Kriegs-Lobby-Regierung.

Und so muss der Spruch unserer BundeswehrWir.dienen.Deutschlandganz anders lauten: Wir.dienen.Konzern-Deutschland“, „Wir.dienen.dem.globalisierten.Kapitalismus“.

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Völlig klar ist: Allein das Kriegsgeschäft und das Kriegshandwerk schaffen eine tripple-win-situation. So machen wir unser kapitalistisches Wirtschaftsmodell zukunftsfest. Es steht auf drei Säulen. Wir arbeiten

– für die Rüstungswirtschaft,

– für die Kriegsbürokratie und

– für die Propagandawirtschaft.

Als Kriegsdienstleister brauchen wir das Chaos in den internationalen Beziehungen, die Krisen, terroristischen Bedrohungen und neue Kriege. Wir müssen diese im Auftrag unserer politischen Führung erst schaffen, damit wir sie später bekämpfen können. Konflikte anzuheizen bedeutet konkret:

  • vor-Ort-Destabilisierungs-Missionen,

  • das Schaffen bürgerkriegsähnlicher Zustände,

  • regime-change-Operationen mit Hilfe unserer Geheimdienstpartner und undercover-NGOs,

  • die Zerstörung von Infrastruktur und kultureller Kohärenz in den Zielländern,

  • die Produktion von Angst und Chaos,

  • und vor allem die Lieferung von Kriegsgerät aller Art in Spannungsgebiete.

Allen maßgeblichen politischen Akteuren in der deutschen Führung und auch unseren Partnern in EU-Brüssel und in den NATO-Führungsstäben ist klar:

Der Frieden ist kein Geschäftsmodell.

Frieden können wir uns nicht leisten!

Der Frieden wäre der größte anzunehmende Unfall, der super-GAU für den Kapitalismus!

Meine Damen und Herren, wir müssen unsere NATO-Partner im Rahmen des burden-sharing-Konzepts nachhaltig entlasten. Wir müssen Position beziehen und Verantwortung zeigen.

Dasselbe gilt für die zukünftige EU-Armee.

Diese soll auch in eigener Regie neue Kriege lostreten können. Nur so können wir unseren Wohlstand in fernen Ländern sichern. Das heißt, wir wollen auch unabhängig von unseren US-amerikanischen Kriegs-Partnern auf allen Schlachtfeldern der Welt präsent sein.

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Deutschland will wieder militärische Großmacht werden – im EU-Mäntelchen

Das kostet Geld. Ihr Geld meine Damen und Herren. Wir brauchen Ihr Geld, um unserer Verantwortung gerecht werden zu können. So ist das Ziel der deutschen Lobby- und Konzern-Regierung, bei den Militärausgaben die 2% BIP-Marge zu erreichen, nur ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Die teilprivatisierte Bundeswehr ist dabei die Speerspitzedes modernen Kriegsmanagements in Europa. Der Krieg muss als zukunftsorientiertes Geschäftsmodell endlich in der Gesellschaft verankert werden. Erst wenn das allen klar ist, können wir zum 3. Sturmlauf auf Moskau antreten.

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NATO FAKE NEWS We are threatened by Russia!

Völlig klar ist unserer deutschen Konzern-Führung: Putin kann nicht gestattet werden, allein über die Gas- und Öl-Vorkommen unter sibirischem Sand des riesigen Landes zu bestimmen. Diese beanspruchen wir. Das ist auch der Grund, warum wir und unsere NATO-Partner um ganz Russland herum einen cordon sanitaire gezogen haben. Auch müssen wir um Russland herum Zonen der Instabilität schaffen. Wir müssen Russland maximal schädigen. Das gilt selbstverständlich auch für die Sanktionen als integraler Teil des Wirtschaftskrieges.

Wir müssen die Welt nach unseren Vorstellungen neu ordnen.

Allein darum haben wir den Ukraine-Konflikt losgetreten. Aktuell zündeln wir in Moldawien. Unser Ziel ist der regime-change in Moskau.

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NATO FAKE NEWS 2 – wir holen uns unser Gas unter der sibirischen Erde

Meine Damen und Herren, das Geschäftsfeld von MISSION FOR VICTORY®“ beschränkt sich nicht nur auf die Ausweitung von Kampfzonen im Ausland. Mit Hilfe unserer medialen Propaganda-Partner schaffen wir nach innen ein Gefühl maximaler Unsicherheit. So fördern wir die Bereitschaft der Bevölkerung, alle Auslandseinsätze unseres Kriegsministeriums gut zu heißen.

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Einzig die LINKE hat bisher gegen jede militärische Intervention der Bundeswehr gestimmt!

Die Flüchtlingsströme sind zwangsläufiges Resultat der initiierten Konflikte und Kriege. Sie sollen innergesellschaftliche Energien absorbieren, die sich andernfalls gegen unsere politischen Führungseliten entladen könnten. Sie sehen also: Mit dem genannten Gesamtpaket befördern wir die Kriegswirtschaft so effizient wie möglich. In unserem Gesamtkonzept greifen Konfliktproduktion, Bürgerkriege und Kriege, Waffenlieferungen in Spannungsgebiete, die Aufstandsbekämpfung im innern und die gezielte Schaffung von Flüchtlingsströmen perfekt ineinander. Das ist das integrierte wirtschaftliche Gesamtkonzept der modernen Kriegswirtschaft, der wir verpflichtet sind.

Meine Damen und Herren, unsere weltweit einsatzfähigen privaten Interventionskräfte brauchen dringend fähiges Personal. Der Gestaltungswille auf dem internationalen Parkett schließt ad-hoc-Einsätze von Spezialstreitkräften ein. Hier brauchen wir ganz harte, unerschrockene Jungs. Diese müssen entschlossen zulangen können, wenn es irgendwo einmal klemmt, ja “wo gehobelt wird, fallen auch Späne.

 

Wir brauchen viele junge Menschen für das moderne Kriegsgeschäft. Ja, wir von MISSION FOR VICTORY®“ können sagen: Sie dürfen wieder Held werden, meine Herren. Aber auch Sie meine Damen sind unsere zukünftigen Heldinnen: Der Hinflug in die neuen Erlebniswelten nach Afghanistan oder Mali in der Transall, der Rückflug unter Umständen im Einzelappartement eines engen Zinksargs. Aber eines wird Ihnen sicher sein: Eine Inschrift auf einer großen Gedenktafel, die vor dem Berliner Kriegsministerium errichtet wird.

Seien wir doch mal ehrlich meine Damen und Herren, wer will denn schon Frieden? Wir profitieren doch alle vom Krieg. Das müssen wir doch nicht leugnen. Oder haben Sie keine Aktien von Rheinmetall, Diehl oder Krauss-Maffei-Wegmann? Machen Sie mit, geben Sie sich einen Ruck und Ihrem Leben einen Sinn.

Sie, Sie, und Sie!

Sie wollen doch auch mitmachen. Mit Ihnen habe ich doch vorhin gesprochen. Erleben Sie einen Giftgasangriff, ausgeführt mit deutschen Rohstoffen, erleben Sie eine Sightseeing-Tour durch die Trümmer Mossuls oder Aleppos, fliegen Sie mit bei einem Aufklärungsflug oder einem Bombenangriff unserer Koalition der Willigen.

Bei MISSION FOR VICTORY®“ finden junge und fähige Kräfte alle Entfaltungsmöglichkeiten. Wir bieten ihnen straffreie Räume in organisierten Konfliktzonen.

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Vor allem müssen alle begreifen, auch Sie meine Damen und Herren: Der Frieden ist kein Geschäftsmodell Frieden kann sich eine expansive Wirtschaftsnation wie Deutschland nicht leisten. Die Freiheit des Westens wird darum nicht nur am Hindukusch sondern weltweit, ja sogar im cyber space verteidigt.

Meine Damen und Herren, Sie können froh sein, dass es uns gibt. Unmittelbar nach dieser Veranstaltung können Sie nach einer kurzen Sicherheitsüberprüfung ­– Zeitverträge bis zu 8 Jahren bei uns unterschreiben. Wenn Sie selbst nicht mehr wehrtauglich sind, so haben Sie bestimmt Kinder oder Enkel, die Sie uns für das internationale Kriegsgeschäft zur Verfügung stellen. Mindestens 1 Kind pro Familie, dass kann Deutschland und seine Lobby- und Konzernregierung, doch wohl von Ihnen verlangen.

Bundestagswahl 2017: Anregungen für gepflegte Gespräche zur Wiederherstellung der Demokratie

Der  Bundestagswahlkampf 2017 wird von den Großkoalitionären CDU und SPD nach dem Motto „Haltet den Dieb“ geführt: Als hätte man weder etwas mit dem Niedriglohnsektor und dem Leiharbeitsunwesen, noch den Hungerrenten zu tun, wodurch fast einem Drittel der Menschen nur ein Leben an der Armutsgrenze ermöglicht wird, plakatieren die CDU und SPD Plakate, die sich für guten Löhne und Renten aussprechen.

Da wollen wir etwas realistischer sein. Hier einige Diskussionsanstöße:

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Wollt Ihr Mini-Renten?

CDU, SPD und GRÜNE haben beschlossen, dass das Rentenniveau* von 55% im Jahre 1990 auf 43 % gesenkt wird.
Durch prekäre Jobs und Leiharbeit bleiben die Rentenansprüche von jedem 4. Beschäftigten unter der Grundsicherung. Um eine Rente über der Grundsicherung von 788 € zu erhalten, müsste ein Beschäftigter Stand heute 11,68 € statt 8,84 € Stundenlohn in Vollbeschäftigung erhalten.
Das großartige „deutsche Wirtschaftsmodell“ basiert darauf, dass 1/3 der Menschen in prekären Verhältnissen leben.

* das Verhältnis zwischen einer Standardrente und dem aktuellen Durchschnittseinkommen.

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Der totale Überwachungsstaat dank CDU und SPD.

CDU und SPD haben am 22.6. 17 im Eilverfahren gegen die Stimmen der Opposition die heimliche, massenhafte Überwachung der Bürger beschlossen – natürlich mit Verweis auf Terrorgefahren.
Aber: die Liste der Delikte fängt mit Mord und Totschlag an, reicht über Steuerdelikte, Computerbetrug, Hehlerei bis zu einem Vergehen, bei dem jemand einen Flüchtling zu einer missbräuchlichen Asylantragsstellung verleitet.

Mit dem „Staatstrojaner“ kann der Staat heimlich Inhalte von Smartphones und PCs auslesen, auch kann die elektronische Kommunikation abgehört werden.
Die totale Überwachung!

Seit der Beteiligung der Bundeswehr am Krieg gegen Jugoslawien 1999 unter Rot-Grün stehen deutsche Kampftruppen in vielen Ländern und führen Krieg: Afghanistan, Syrien und Mali sind die wichtigsten Schauplätze.
Merkel und von der Leyen wollen nun eine europäische Supermacht unter deutscher Führung aufbauen und dazu den Rüstungshaushalt von jetzt 36 Mrd auf 72 Mrd im Jahr 2025 aufstocken. Ein Wahnsinn.

Ob CDU und SPD oder Rot-Grün: Das Geschäft mit dem Töten erreicht immer neue Rekorde: Deutschland liegt auf einem Spitzenplatz der Waffenexporteure und ist mitverantwortlich u.a. für die Kriege Saudi-Arabiens und der Türkei. Rheinmetall wird wohl der Bau einer Panzerfabrik in der Türkei erlaubt werden. Den Schurkenstaaten liefert man die Mordwerkzeuge – gleichzeitig fordert man zum Spenden für die Kriegsopfer im Jemen auf – zynisch!.

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Mord für Profit der Waffenexporteure und Interventionskrieger!
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Für marktkonforme Demokratie bitte Konzernvertreter wählen1

Eindrucksvoll hat der Diesel-Skandal gezeigt, dass weder CDU, GRÜNE noch SPD an eine materielle Entschädigung der betrogenen Autofahrer, noch an eine Strafverfolgung der Verantwortlichen denken.
Während in den USA die Automanager in den Knast wandern und die Autobesitzer hohe Entschädigungen erhalten, entblöden sich hiesige Politiker nicht, Prämien für die Ankurbelung des Auto-Absatzes zu fordern.
Das Ideal des neoliberalen Herrschaftspersonals ist die „Marktkonforme Demokratie“ also: „Demokratie“ ist, was den Konzernen nützt!