Warten auf den großen Häuptling Kim Il-Schulz und seine Jünger

Von Ullrich Mies

Deutschland und die politischen Systeme der westlichen Wertegemeinschaftsind echte Demokratien, aber hallo! Das ist jedem klar! Und wer das noch nicht wusste, der konnte sich im deutschen Bundestagswahlkampf 2017 davon überzeugen.

Am Samstag, den 23.09., erwarteten auf dem Aachener Katschhof die begeisterten Massen den zukünftigen Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, den großen Führer Kim Il-Schulz.

Der Fremdling spürte sofort die knisternde Spannung der Kim Il-Schulz-Enthusiasten und Enthusiastinnen, der Jünger und Fan-Gemeinde vor dem Eintreffen des größten Staatsmanns aller Zeiten, der die deutsche Karlspreiskaiserin und Rautenkönigin aus ihrem Amt heben soll.

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Die Landes- und Regionalmatadoren und matadorinnen, unter anderem Ullallalla Schmidt, heizten die Bühne mit ihren Reden schon einmal vor. Und was sie den Zuhörern da nicht alles versprachen! Ein Land voller Gerechtigkeit und Frieden, Rüstungsabbau und Atomwaffenabstinenz, faire Löhne, gesicherte und ausreichende Renten und was nicht sonst noch alles: ein wahres Schlaraffenland. All dies und noch sehr viel mehr würde Kim Il-Schulz verwirklichen, wäre er erst einmal Bundeskanzler. Und den politischen Wohltatenverkündern war 100-pro klar, er wird es schaffen! Kim Il-Schulz wird Bundeskanzler!

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Und die Massen jubelten den Parkettheizern zu und standen bereit, schwenkten Parteifähnchen und verteilten ihre Wimpel an weitere Begeisterte. Da soll noch jemand behaupten, wir hätten keine engagierte Jugend: Neoliberales Jungvolk als Wahlkampfunterstützer war aus vielen Orten der Republik angereist, um Kim Il-Schulz angemessen zu begrüßen und ihm einen jubelnden Empfang zu bereiten.

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Doch leider wurde die PR-organisierte Harmonie leicht getrübt: Wieder waren die infernalisch-diabolischen Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung“ — wie sie sich selbst nennen zur Stelle, um die Politstatisten und ihre Jünger zu belästigen. Aber diese stets dunkel Befrackten, deren diabolische Gesinnung bereits im Outfit zu Tage tritt, hatten die Rechnung ohne die Fähnchen-Jünger gemacht: Denn überall, wo sich die Unbelehrbarenmit ihren Schautafeln platzierten, waren die Abwehrkräfte wider die einzig mögliche neoliberale Vernunft zur Stelle. Enthusiastisch schwenkten sie ihre SPD-Fähnchen vor den Botschaften der Infernalischen ein wahres Fahnenmeer in einem Ozean organisierter Propaganda.

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In welcher Welt lebten eigentlich die 25- bis 40-jährigen konformistischen Höflinge auf dem Katschhof, sagen wir seit dem Jahr 2000? Hat nicht Gerhard Schröder als Bundeskanzler den Sozialstaat geschliffen und die SPD auf Talfahrt geschickt? Wer trug die Mitverantwortung für den Jugoslawienkrieg und die Reinstallation des Militärs als politische Kraft? Für die Agenda 2010, die brutale und systematische Absenkung der Renten mit programmierter Altersarmut? Für die Otto-Katalogedes Innenministers Otto Schily, die Unternehmenssteuersenkungen im Monatstakt, die Ausweitung der EU und der NATO gen Osten, die Privatisierungsorgien und noch sehr vieles mehr?

Ganz sicher sind die Fähnchen-Schwenker Opfer früher Alters-Demenz mit totalem Gedächtnisverlust! Sie haben völlig vergessen, was die Granden dieser von ihnen so hochgejubelten Partei angerichtet haben: Schröder, Steinmeier, Schily, Steinebrück, Struck, Clement, Eichel, Scharping, Müntefering, Tiefensee und wie sie alle heißen.

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Mit ihrem leergefegten Gehirn konnten sie keine Diskrepanz feststellen zwischen den PR-Phrasen der Redner und den Verheerungen unter und mit SPD-Beteiligung. In der Fassadendemokratie brauchen die politischen Zyniker an der Macht die zeitgeschichtsvergessenen Ignoranten und Opportunisten als Garanten für ihre Macht so wie die Fische das Wasser.

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Und als Kim Il-Schulz endlich erschien, hatten die Unbelehrbaren eine sehr viel wichtigere Verabredung mit einer Tasse Kaffee.

Erstveröffentlichung auf RUBIKON, https://www.rubikon.news

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Auftritt der Agentur „Mission for Victory®“ am Antikriegstag 2017

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Wir dokumentieren nachstehend die Rede des unvergleichlichen Huley Schmitz, gehalten in Aachen am 1.September 2017 auf der Antikriegskundgebung des DGB:

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Arbeit. Wir sind die Rekrutierungs-Agentur MISSION FOR VICTORY®.

Unsere Aufgabe ist es, neues Personal für die weltweiten Einsätze unseres Bundeswehr-Unternehmens anzuwerben. Damit hat uns das deutsche Kriegsministerium in Berlin beauftragt.

Wie Sie wissen, ist die Bundeswehr keine rein staatliche Einrichtung. Auch dient sie schon lange nicht mehr der Landesverteidigung. Sie ist ein modernes Kriegsführungsunternehmen. Dazu bedient sich die Bundeswehr auch staatlich-privater Kooperationen. Und wir von Mission for Victory®sind ein besonders herausragender privater Kontraktnehmer. Wir dienen der deutschen Kriegs-Lobby-Regierung.

Und so muss der Spruch unserer BundeswehrWir.dienen.Deutschlandganz anders lauten: Wir.dienen.Konzern-Deutschland“, „Wir.dienen.dem.globalisierten.Kapitalismus“.

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Völlig klar ist: Allein das Kriegsgeschäft und das Kriegshandwerk schaffen eine tripple-win-situation. So machen wir unser kapitalistisches Wirtschaftsmodell zukunftsfest. Es steht auf drei Säulen. Wir arbeiten

– für die Rüstungswirtschaft,

– für die Kriegsbürokratie und

– für die Propagandawirtschaft.

Als Kriegsdienstleister brauchen wir das Chaos in den internationalen Beziehungen, die Krisen, terroristischen Bedrohungen und neue Kriege. Wir müssen diese im Auftrag unserer politischen Führung erst schaffen, damit wir sie später bekämpfen können. Konflikte anzuheizen bedeutet konkret:

  • vor-Ort-Destabilisierungs-Missionen,

  • das Schaffen bürgerkriegsähnlicher Zustände,

  • regime-change-Operationen mit Hilfe unserer Geheimdienstpartner und undercover-NGOs,

  • die Zerstörung von Infrastruktur und kultureller Kohärenz in den Zielländern,

  • die Produktion von Angst und Chaos,

  • und vor allem die Lieferung von Kriegsgerät aller Art in Spannungsgebiete.

Allen maßgeblichen politischen Akteuren in der deutschen Führung und auch unseren Partnern in EU-Brüssel und in den NATO-Führungsstäben ist klar:

Der Frieden ist kein Geschäftsmodell.

Frieden können wir uns nicht leisten!

Der Frieden wäre der größte anzunehmende Unfall, der super-GAU für den Kapitalismus!

Meine Damen und Herren, wir müssen unsere NATO-Partner im Rahmen des burden-sharing-Konzepts nachhaltig entlasten. Wir müssen Position beziehen und Verantwortung zeigen.

Dasselbe gilt für die zukünftige EU-Armee.

Diese soll auch in eigener Regie neue Kriege lostreten können. Nur so können wir unseren Wohlstand in fernen Ländern sichern. Das heißt, wir wollen auch unabhängig von unseren US-amerikanischen Kriegs-Partnern auf allen Schlachtfeldern der Welt präsent sein.

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Deutschland will wieder militärische Großmacht werden – im EU-Mäntelchen

Das kostet Geld. Ihr Geld meine Damen und Herren. Wir brauchen Ihr Geld, um unserer Verantwortung gerecht werden zu können. So ist das Ziel der deutschen Lobby- und Konzern-Regierung, bei den Militärausgaben die 2% BIP-Marge zu erreichen, nur ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Die teilprivatisierte Bundeswehr ist dabei die Speerspitzedes modernen Kriegsmanagements in Europa. Der Krieg muss als zukunftsorientiertes Geschäftsmodell endlich in der Gesellschaft verankert werden. Erst wenn das allen klar ist, können wir zum 3. Sturmlauf auf Moskau antreten.

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NATO FAKE NEWS We are threatened by Russia!

Völlig klar ist unserer deutschen Konzern-Führung: Putin kann nicht gestattet werden, allein über die Gas- und Öl-Vorkommen unter sibirischem Sand des riesigen Landes zu bestimmen. Diese beanspruchen wir. Das ist auch der Grund, warum wir und unsere NATO-Partner um ganz Russland herum einen cordon sanitaire gezogen haben. Auch müssen wir um Russland herum Zonen der Instabilität schaffen. Wir müssen Russland maximal schädigen. Das gilt selbstverständlich auch für die Sanktionen als integraler Teil des Wirtschaftskrieges.

Wir müssen die Welt nach unseren Vorstellungen neu ordnen.

Allein darum haben wir den Ukraine-Konflikt losgetreten. Aktuell zündeln wir in Moldawien. Unser Ziel ist der regime-change in Moskau.

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NATO FAKE NEWS 2 – wir holen uns unser Gas unter der sibirischen Erde

Meine Damen und Herren, das Geschäftsfeld von MISSION FOR VICTORY®“ beschränkt sich nicht nur auf die Ausweitung von Kampfzonen im Ausland. Mit Hilfe unserer medialen Propaganda-Partner schaffen wir nach innen ein Gefühl maximaler Unsicherheit. So fördern wir die Bereitschaft der Bevölkerung, alle Auslandseinsätze unseres Kriegsministeriums gut zu heißen.

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Einzig die LINKE hat bisher gegen jede militärische Intervention der Bundeswehr gestimmt!

Die Flüchtlingsströme sind zwangsläufiges Resultat der initiierten Konflikte und Kriege. Sie sollen innergesellschaftliche Energien absorbieren, die sich andernfalls gegen unsere politischen Führungseliten entladen könnten. Sie sehen also: Mit dem genannten Gesamtpaket befördern wir die Kriegswirtschaft so effizient wie möglich. In unserem Gesamtkonzept greifen Konfliktproduktion, Bürgerkriege und Kriege, Waffenlieferungen in Spannungsgebiete, die Aufstandsbekämpfung im innern und die gezielte Schaffung von Flüchtlingsströmen perfekt ineinander. Das ist das integrierte wirtschaftliche Gesamtkonzept der modernen Kriegswirtschaft, der wir verpflichtet sind.

Meine Damen und Herren, unsere weltweit einsatzfähigen privaten Interventionskräfte brauchen dringend fähiges Personal. Der Gestaltungswille auf dem internationalen Parkett schließt ad-hoc-Einsätze von Spezialstreitkräften ein. Hier brauchen wir ganz harte, unerschrockene Jungs. Diese müssen entschlossen zulangen können, wenn es irgendwo einmal klemmt, ja “wo gehobelt wird, fallen auch Späne.

 

Wir brauchen viele junge Menschen für das moderne Kriegsgeschäft. Ja, wir von MISSION FOR VICTORY®“ können sagen: Sie dürfen wieder Held werden, meine Herren. Aber auch Sie meine Damen sind unsere zukünftigen Heldinnen: Der Hinflug in die neuen Erlebniswelten nach Afghanistan oder Mali in der Transall, der Rückflug unter Umständen im Einzelappartement eines engen Zinksargs. Aber eines wird Ihnen sicher sein: Eine Inschrift auf einer großen Gedenktafel, die vor dem Berliner Kriegsministerium errichtet wird.

Seien wir doch mal ehrlich meine Damen und Herren, wer will denn schon Frieden? Wir profitieren doch alle vom Krieg. Das müssen wir doch nicht leugnen. Oder haben Sie keine Aktien von Rheinmetall, Diehl oder Krauss-Maffei-Wegmann? Machen Sie mit, geben Sie sich einen Ruck und Ihrem Leben einen Sinn.

Sie, Sie, und Sie!

Sie wollen doch auch mitmachen. Mit Ihnen habe ich doch vorhin gesprochen. Erleben Sie einen Giftgasangriff, ausgeführt mit deutschen Rohstoffen, erleben Sie eine Sightseeing-Tour durch die Trümmer Mossuls oder Aleppos, fliegen Sie mit bei einem Aufklärungsflug oder einem Bombenangriff unserer Koalition der Willigen.

Bei MISSION FOR VICTORY®“ finden junge und fähige Kräfte alle Entfaltungsmöglichkeiten. Wir bieten ihnen straffreie Räume in organisierten Konfliktzonen.

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Vor allem müssen alle begreifen, auch Sie meine Damen und Herren: Der Frieden ist kein Geschäftsmodell Frieden kann sich eine expansive Wirtschaftsnation wie Deutschland nicht leisten. Die Freiheit des Westens wird darum nicht nur am Hindukusch sondern weltweit, ja sogar im cyber space verteidigt.

Meine Damen und Herren, Sie können froh sein, dass es uns gibt. Unmittelbar nach dieser Veranstaltung können Sie nach einer kurzen Sicherheitsüberprüfung ­– Zeitverträge bis zu 8 Jahren bei uns unterschreiben. Wenn Sie selbst nicht mehr wehrtauglich sind, so haben Sie bestimmt Kinder oder Enkel, die Sie uns für das internationale Kriegsgeschäft zur Verfügung stellen. Mindestens 1 Kind pro Familie, dass kann Deutschland und seine Lobby- und Konzernregierung, doch wohl von Ihnen verlangen.

Bundestagswahl 2017: Anregungen für gepflegte Gespräche zur Wiederherstellung der Demokratie

Der  Bundestagswahlkampf 2017 wird von den Großkoalitionären CDU und SPD nach dem Motto „Haltet den Dieb“ geführt: Als hätte man weder etwas mit dem Niedriglohnsektor und dem Leiharbeitsunwesen, noch den Hungerrenten zu tun, wodurch fast einem Drittel der Menschen nur ein Leben an der Armutsgrenze ermöglicht wird, plakatieren die CDU und SPD Plakate, die sich für guten Löhne und Renten aussprechen.

Da wollen wir etwas realistischer sein. Hier einige Diskussionsanstöße:

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Wollt Ihr Mini-Renten?

CDU, SPD und GRÜNE haben beschlossen, dass das Rentenniveau* von 55% im Jahre 1990 auf 43 % gesenkt wird.
Durch prekäre Jobs und Leiharbeit bleiben die Rentenansprüche von jedem 4. Beschäftigten unter der Grundsicherung. Um eine Rente über der Grundsicherung von 788 € zu erhalten, müsste ein Beschäftigter Stand heute 11,68 € statt 8,84 € Stundenlohn in Vollbeschäftigung erhalten.
Das großartige „deutsche Wirtschaftsmodell“ basiert darauf, dass 1/3 der Menschen in prekären Verhältnissen leben.

* das Verhältnis zwischen einer Standardrente und dem aktuellen Durchschnittseinkommen.

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Der totale Überwachungsstaat dank CDU und SPD.

CDU und SPD haben am 22.6. 17 im Eilverfahren gegen die Stimmen der Opposition die heimliche, massenhafte Überwachung der Bürger beschlossen – natürlich mit Verweis auf Terrorgefahren.
Aber: die Liste der Delikte fängt mit Mord und Totschlag an, reicht über Steuerdelikte, Computerbetrug, Hehlerei bis zu einem Vergehen, bei dem jemand einen Flüchtling zu einer missbräuchlichen Asylantragsstellung verleitet.

Mit dem „Staatstrojaner“ kann der Staat heimlich Inhalte von Smartphones und PCs auslesen, auch kann die elektronische Kommunikation abgehört werden.
Die totale Überwachung!

Seit der Beteiligung der Bundeswehr am Krieg gegen Jugoslawien 1999 unter Rot-Grün stehen deutsche Kampftruppen in vielen Ländern und führen Krieg: Afghanistan, Syrien und Mali sind die wichtigsten Schauplätze.
Merkel und von der Leyen wollen nun eine europäische Supermacht unter deutscher Führung aufbauen und dazu den Rüstungshaushalt von jetzt 36 Mrd auf 72 Mrd im Jahr 2025 aufstocken. Ein Wahnsinn.

Ob CDU und SPD oder Rot-Grün: Das Geschäft mit dem Töten erreicht immer neue Rekorde: Deutschland liegt auf einem Spitzenplatz der Waffenexporteure und ist mitverantwortlich u.a. für die Kriege Saudi-Arabiens und der Türkei. Rheinmetall wird wohl der Bau einer Panzerfabrik in der Türkei erlaubt werden. Den Schurkenstaaten liefert man die Mordwerkzeuge – gleichzeitig fordert man zum Spenden für die Kriegsopfer im Jemen auf – zynisch!.

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Mord für Profit der Waffenexporteure und Interventionskrieger!
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Für marktkonforme Demokratie bitte Konzernvertreter wählen1

Eindrucksvoll hat der Diesel-Skandal gezeigt, dass weder CDU, GRÜNE noch SPD an eine materielle Entschädigung der betrogenen Autofahrer, noch an eine Strafverfolgung der Verantwortlichen denken.
Während in den USA die Automanager in den Knast wandern und die Autobesitzer hohe Entschädigungen erhalten, entblöden sich hiesige Politiker nicht, Prämien für die Ankurbelung des Auto-Absatzes zu fordern.
Das Ideal des neoliberalen Herrschaftspersonals ist die „Marktkonforme Demokratie“ also: „Demokratie“ ist, was den Konzernen nützt!

Tag der Bundeswehr 2017 in Aachen: keine Rekrutierungserfolge am Markt

Mit vollem Einsatz haben die Vertreter der von der Bundeswehr engagierten Consultingfirma „Mission for Victory“  für Bundeswehr-Frischfleisch geworben – Fehlanzeige. Nachstehend Eindrücke des Geschehens am Markt:

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Auch der eigens engagierte „Rattenfänger von Hameln“ samt Trommler konnte keine nennenswerten Erfolge bei der Rektutierung von Frischfleisch für die Bundeswehr erzielen.

Hier die Rede des unvergleichlichen Huley Schmitz von den „Unbelehrbaren“: Frieden ist für Deutschland kein Geschäftsmodell!“

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„Die Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung“

Während also am Markt die Unbelehrbaren ihr Unwesen trieben, gab es vor der Aachener Lützow-Kaserne viel Proteste, von der DFG-VK

Vom Antikriegsbündnis Aachen und dem Aachener Friedenspreis:

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Frühzeitig die Kriegsbegeisterung wecken! Mit 14 ins Praktikum zur BW

Eindrücke von der Lützowkaserne im Folgenden:

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Tag der Bundeswehr 10. Juni 2017Ein Besuch der Lützow-Kaserne in Aachen

Veröffentlicht auf r-mediabase.euIn

16 Städten der Bundesrepublik hat die Bundeswehr zu einem „Tag der Bundeswehr“ eingeladen.Die Waffenschauen der Bundesrepublik haben Tradition, bereits im „Kalten Krieg“ dienten sie demZiel, der Bevölkerung mit faszinierender (Kriegs-)Technik eine zustimmende Haltungabzugewinnen. Im Mittelpunkt des diesjährigen „Tag der Bundeswehr“ stand eindeutig der Versuch,die Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und der Jugend „sichere“ Ausbildungs- undArbeitsplätze anzubieten.Die Bundesregierung ist unter der Führung ihrer Kriegsministerin dabei, die Personalzahl zuerhöhen. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2016 stieg der Zahl der Soldatinnen und Soldaten von166.500 auf 168.300, bis 2023 sollen weitere rund 7.000 Dienstposten für Soldatinnen und Soldatensowie rund 4.400 Haushaltsstellen für zivile Beschäftigte hinzukommen. Dabei soll derPersonalkörper „atmen“, also bei Bedarf darüber hinaus vergrößert werden.Diese Ziele kontrastieren mit der Ablehnung von Kriegseinsätzen der Bundeswehr und ihresAufrüstungsprogramms hin zu 2% des jährlichen Bruttosozialproduktes. Mehrheiten derBevölkerung lehnen diese Kriegs- und Hochrüstungspolitik ab.Dem versucht die Kriegsministerin nun gegenzusteuern. Eine groß angelegte Werbekampagne wirbtseit einigen Jahren auf Plakatwänden und in Zeitungsanzeigen für Karriere in der Bundeswehr undsie versucht in Schulklassen für Nachwuchs zu werben. Und nun mit dem „Tag der Bundeswehr“am 10.6.2017, u.a. in Aachen in der Lützow-Kaserne.Dieser Standort ist nicht zufällig ausgewählt. Die Lützow-Kaserne gehört zu dem„Ausbildungszentrum Technik Landsysteme“. Hier erfolgt die Ausbildung aller Soldaten des Heereszur Instandhaltung und Materialerhaltung der hochmodernen Waffentechnik. 15 derzeitigeAuslandseinsätze der Bundeswehr mit ca. 3.355 Soldatinnen und Soldaten stellen sehrunterschiedliche Anforderungen an die Kriegstechnik, im Aachener „Ausbildungszentrum TechnikLandsysteme“ werden diese Anforderungen ermittelt und vermittelt. Und mit denRüstungskonzernen kommuniziert, woraus ergibt sich auch die zweite große Aufgabe diesesAusbildungszentrum ergibt, die Einsatzprüfung der gesamten Heerestechnik von derAnschaffungsphase bis zum Kampfeinsatz.

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Damit haben die Aachener Kasernen eine zentraleStellung als Bestandteil einer Inverventionsarmee eingenommen.Die Ausrichtung der Bundeswehr auf internationale Kriegs- und Interventionseinsätze sowie derVersuch, die Jugend zum Töten und Sterben zu gewinnen, hat Proteste der Friedensbewegunghervorgerufen.

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Die „Deutsche Friedensgesellschaft / Vereinigte Kriegsgegner (DFG/VK) NRW“hatte zu Protesten aufgerufen, einige örtliche Gruppen wie die VVN/BdA oder die „Unbelehrbaren“beteiligten sich.Trotz der erfolgreichen Proteste muss auch festgehalten werden, dass der größte Teil der Besucherder Waffenschau dieser unkritisch gegenüber standen und sich von PS-Zahlen, Lautstärke undmilitärischem Auftreten durchaus einnehmen ließen.

Detlef Peikert, 11. Juni 2017

Kein Werben für’s Sterben! Protest auch in Aachen gegen die Bundeswehrpropagandaschau am 10.6.2017

Protest gegen den „Tag der Bundeswehr“: Satire-Event der „Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung“ am Samstag, 10.6.2017 am Markt in Aachen. Beginn 11 Uhr. Es treten auf: Der Rattenfänger von Hameln, Die Bundeswehr-Consultants von „Mission for Victory“. KEIN WERBEN FÜRS STERBEN!

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Gigantische Steigerung der Rüstungsausgaben sind geplant – ein Wahnsinn!

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Deutschland will auch militärisch wieder Großmacht werden: Europäische Interventionsarmee unter deutscher Führung  im EU-Mäntelchen.

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No NATO – No EU-Army – No War – No Capitalism

Unbelehrbare traten am 24.5.2017 in Brüssel gegen den NATO-Gipfel auf – Medien berichten wie immer nicht über die Proteste

Die Demonstration, die dennoch stattfand

Huley Schmitz
Mehrere mediale Großereignisse liefen soeben parallel:
Der Trump-Besuch in der belgischen Hauptstadt, der NATO-Gipfel vom 25.-26, die Eröffnung des neuen NATO-Hauptquartiers in Brüssel und der Kirchentag in Berlin mit dem Auftritt von US-Ex-Präsident Obama und der noch nicht Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel.
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Interessant ist einmal wieder die Koinzidenz der Ereignisse — oder weniger geschraubt ausgedrückt — wie sich die Medienmeute auf besondere Weise als Claqueurshaufen des Herrschaftsbetriebes fest etabliert hat. Sie berichten in aller Regel einfach nicht über das, was dem Herrschaftsbetrieb nicht genehm ist. Und so fiel die parallele Anti-NATO und Anti-Trump-Demonstration in Brüssel, zu der unzählige Organisationen aufgerufen hatten und die die kostspieligen Herrschaftstheateraufführungen flankierten, medial zumeist einfach aus. Getreu dem Motto: worüber wir nicht berichten, das hat es auch nicht gegeben.
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Die friedliche Demonstration mit etwa 12.000 Teilnehmern am 24.05. fand bei schönstem Wetter statt. Die unterschiedlichsten Gruppen führten eine große Vielzahl politischer Botschaften auf Schildern und Transparenten mit, einige outeten die NATO als North Atlantic Terror Organization,
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NATO = North Atlantic Terrorist Organisation

andere forderten Investitionen in Frieden, statt in Kriege.

Lautstarke Anti-Trumpisten klagten den Rassismus an und forderten Hilfe für Flüchtlinge, Akteure flankierten die Demonstration mit Theater-, Gesangs- und Trommeleinlagen.
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Auch die Aachener „Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung“ waren mit Ihren provokativen Schildern vor Ort u.a.:
NATO-Fake-News mit der Abbildung eines Tortendiagramms über die realen Ausgabenproportionen zwischen NATO und Russland; auf einem Schild wurden die USA aufgefordert zunächst die gelagerten Atomwaffen „zu verbrauchen“, bevor neue Beschafft werden.
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Hier mit MdB Andrej Hunke, DIE LINKE, zweiter von links
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NATO Fake News : We are threatened by Russia.
Die Botschaft eines weiteren Schildes jedoch überstieg die intellektuelle Kapazität
einer Teilnehmerin des Demonstrationszuges: Es zeigte die deutsche Kriegsministerin mit Pickelhaube, die mit dem Finger auf den Betrachter weist: „Make Germany great again! We want you for EU-Army“. „Das finde ich aber gar nicht gut, dass Ihr jetzt Frauen in die Armee schicken wollt“. Das Aachener Antikriegsbündnis trat mit einem großen Transparenz in Erscheingung, Aufschrift: „No NATO — No EU-Army — No War — No Capitalism“
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Ein versprengtes Häuflein schwarz-Vermummter, die ersichtlich unfähig waren, eine politische Botschaft zu transportieren, ließ es mal so richtig krachen und so detonierten mehrere schwere Böller oder sie fackelten den ein oder anderen Papierkorb ab. Knall- und Qualmchargen in Aktion: Agents provocateurs der Polizei hätten es nicht besser machen können. Aber die Demonstranten ließen sich nicht provozieren und die Polizei hielt sich gänzlich im Hintergrund. Einige Soldaten mit automatischen Waffen im Anschlag, einige entspannt auf Balkonen, zeigten die Richtung der militarisierten innenpolitischen Entwicklung der EU an, die in Belgien bereits Realität ist.
Nur wenige Medien berichteten: Mit Ausnahme des grundgelaufenen „Flaggschiffs der Demokratie“ — DER SPIEGEL —, Fehlanzeige.
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Nicht das Wochenblatt für den Oberstudienrat —  DIE ZEIT —, nicht die Süddeutsche Zeitung, auch nicht die FAZ — das Blatt hinter dem früher auch schonmal ein kluger Leserkopf steckte—, nicht die TAZ — das Parteiblatt der GRÜNEN —, sahen sich genötigt, ihrer Informationspflicht nachzukommen. Ein eher peinlicher Artikel im Deutschlandfunk ergänzte das Bild, wie sich mediale Nachrichtenunterdrücker Demokratie im öffentlichen Raum vorstellen.
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Sämtlich NATO-Zentralorgane für den begeisterten Transatlantiker? Für Außenstehende vielleicht schwer verständlich, aber leider nur zu deutlich: die immer eindeutigere Verweigerungshaltung der Medienberichterstattung in Deutschland. Zur Medienkompetenz gehört selbstverständlich auch die Berichterstattung über oppositionelle Ereignisse. Nicht nur die Leitartikel des ganz großen transatlantischen Medienkartells gleichen wie ein Ei dem anderen. Wer an zentrale Steuerung und koordinierte Nachrichtenunterdrückung glaubt, ist aber eindeutig „Verschwörungstheoretiker“.
Im Klartext: Das, was den Herrschaftsfraktionen in nicht in ihren Kram passt, darüber wird in aller Regel gar nicht mehr berichtet. Die Großdemonstration in Brüssel hat für sie mehrheitlich nicht stattgefunden. Die breite Öffentlichkeit soll auch gar nicht erfahren, dass es außer der Herrschaftssicht noch eine andere Wirklichkeit gibt — zumal dann, wenn diese Sicht erheblich mehr mit den Realitäten übereinstimmt als die verordnete Sicht der Wahrheitsministerien. Die Herrschaftsmedien können sich Demokratie nicht mehr leisten: Sie verkaufen Textprodukte an „Demokratie-Kunden“. Damit liegen sie auf Linie mit den marktradikalen Herrschaftsarchitekten, die zur Zeit damit befasst sind, die Reste der Demokratie gänzlich zu entsorgen.
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NATO-Summit 2017 in Brussels: „NO NATO – NO EU-ARMY – NO WAR – NO CAPITALISM!“

Unter dem Motto

„NO NATO – NO EU-ARMY – NO WAR – NO CAPITALISM!“

werden wir an der internationalen Demonstration gegen den NATO-Gipfel in Brüssel am 24.5.2017 teilnehmen.

Wir werden als Teil der Protestbewegung gegen die monströse, mörderische und absurde Kriegspolitik der NATO mit satirischen Mittel agitieren. Hier einige Beispiele:

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Make Germany Great Again – We Want You For EU-Army! 
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Keine neuen Atomwaffen, bevor die alten nicht verbraucht sind.
nnn
No New Nukes – before the old ones have been used!
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When finally Donald’s Wars did start, he also won Mrs Merkels Heart!
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NATO Fake News
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NATO Fake News