Satirische Protestaktion gegen den NATO-Gipfel in Warschau 2016

Im Juli 2016 eskalierte die NATO ihre antirussische Kampagne, führte an der russischen Westgrenze das Manöver „Anakonda“ durch und stationierte Truppen in den baltischen Staaten – eine Provokation für Russland.

Dagegen führten wir, die „Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung ©“ eine Straßenaktion in Aachen durch, mit der wir die Kriegsdrohungen der NATO und auch die aggressive Rolle Deutschlands mit satirischen Mitteln kritisierten.

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Im Folgenden dokumentieren wir die Rede,

mit der wir uns an die Bevökerung wandten:

Liebe Aachener/innen,

Unsere heutige Antikriegsdemonstration in Aachen ist Bestandteil der europaweiten Proteste gegen die aggressive antirussische Politik der NATO.

Genau jetzt startet in Warschau die große internationale Demonstration gegen das NATO-Gipfeltreffen 2016 und gegen das NATO-Manöver mit dem bezeichnenden Namen ANAKONDA an der russischen Westgrenze.

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75 Jahre nach dem letzten Überfall Deutschlands auf Russland vom 22.6.1941 konstruieren Politiker und Medien erneut die „russische Gefahr“. Von Russland ginge eine Bedrohung der baltischen Staaten und Polens aus. Belege: keine!

Antirussische Propaganda der schlimmsten Art überall in den Qualitätsmedien, von BILD über ARD bis zum SPIEGEL.

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Russland und Präsident Putin werden von Politik und sich gleich schaltenden Medien dämonisiert und als Bedrohung der „freien Welt“ dargestellt,

  • als ob nicht der Westen seit 1990 immer mehr ehemalige Warschauer-Pakt-Staaten in das NATO-Kriegsbündnis aufgenommen und damit seinen Herrschaftsbereich immer bedrohlicher an Russland herangeschoben hätte,

  • als ob nicht der Rüstungshaushalt der NATO 10 mal so hoch wie der Russlands wäre,

  • als ob nicht die USA über 1000 Militärstützpunke in aller Welt hätten, nicht Russland!

  • als ob nicht die schlimmsten Kriege der letzen 25 Jahre mit Millionen Toten und Flüchtlingen von Jugoslawien bis nach Nahost von den NATO-Staaten geführt worden wären,

  • als ob nicht der Ukraine-Krieg und das prorussische Referendum auf der Krim durch den Versuch der NATO-Integration der Ukraine durch EU und USA seinen Ursprung hätte.

75 Jahre nach dem deutschen Überfall maßt sich Deutschland an, Boykottmaßnahmen gegen Russland zu mitzuverhängen und sich an gegen Russland gerichteten Manöver zu beteiligen.

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Der Jahrestag war diesem CDU/SPD-regiertem Deutschland keine würdige große Gedenkfeier, kein Wort über die historische deutsche Schuld wert. Und vor allem: keine Änderung der feindseligen Politik.

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Stattdessen schmieden Steinmeier und Merkel eifrig Pläne, wie man angesichts der EU-Krise Deutschland auch ohne die EU zur militärischen Großmacht ausbauen kann. So sagt Steinmeier: „Deutschlands Macht sei gewachsen und Deutschland nehme sein globale Rolle gerne an“. Und so startet Deutschland eine gigantische Hochrüsung:

  • Der deutsche Rüstungsetat soll um 125 zusätzliche Milliarden bis 2020 aufgestockt werden,

  • der jährliche Rüstungsetat nahezu verdoppelt werden.

  • Mit Milliarden sollen die Atomwaffen modernisiert werden.

  • Die Bundeswehr wird zu einer schnellen Interventionsarmee ausgebaut.

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Wir „Unbelehrbaren für Frieden und Völkerverständigung“ fordern statt weiterer Eskalation und militärischen Drohungen ein Ende der Dämonisierung Russland!

Wir fordern Dialog und ein gleichberechtiges Miteinander mit Russland.

Wir fordern Schluss mit der Kriegshetze in den Medien!

Frieden in Europa ist nur mit und nicht gegen Russlan möglich!